Diabetesfragen > Diabetes und Sport

Unterschiede mit der Wirksamkeit von Fitness-Studio-Training und Rennradfahren

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monikawp:
Hallo zusammen

Ich habe mal eine Frage, vielleicht kann mir die jemand beantworten.

Wie wir wisst, mache ich ja ziemlich viel mit Sport. Nun ist mir etwas aufgefallen:
Wo es jetzt Winter ist, gehe ich ja bekanntlicher weise 3x wöchentlich ins Fitness-Studio. Und nach jedem Sport messe ich mir eh den Blutzucker. Nach dem Fitness-Training liegt der BZ immer um die 90 mg/dl.
Nun bin ich heute ausnahmsweise mal mit dem Rennrad gefahren, so 50 km, und es hat einfach wieder Spaß gemacht. Nach dieser Tour lag der BZ bei 79 mg/dl. Und ich power mich eigentlich bei beiden Sportarten sehr gut aus.
Aber wie kann es eine so unterschiedliche Wirkung haben. Hilft da etwa die frische Luft noch mit, die mir beim Radfahren noch so um die Nase weht?
Also grundsätzlich, wenn ich die Werte vom Sommer und Herbst noch in Erinnerung habe, waren die Werte nach dem Rennradfahren immer so zwischen 70 und 80 mg/dl.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende
Monika

Joerg Moeller:

--- Zitat von: monikawp am Januar 07, 2006, 18:37 ---Nach dem Fitness-Training liegt der BZ immer um die 90 mg/dl.
Nun bin ich heute ausnahmsweise mal mit dem Rennrad gefahren, so 50 km, und es hat einfach wieder Spaß gemacht. Nach dieser Tour lag der BZ bei 79 mg/dl. Und ich power mich eigentlich bei beiden Sportarten sehr gut aus.
Aber wie kann es eine so unterschiedliche Wirkung haben. Hilft da etwa die frische Luft noch mit, die mir beim Radfahren noch so um die Nase weht?
Also grundsätzlich, wenn ich die Werte vom Sommer und Herbst noch in Erinnerung habe, waren die Werte nach dem Rennradfahren immer so zwischen 70 und 80 mg/dl.

--- Ende Zitat ---

Wir reden hier von 10 mg/dl. Das ist kein Unterschied, das fällt unter 'Messtoleranz'.

Laut Gesetz (http://www.lmet.de/deutsch/glucose.htm) dürfen Messgeräte eine Toleranz von 15% haben.

Deine 90 können also 77 oder 103 gewesen sein (Wenn man mit einem hochgenauen Laborgerät gemessen hätte).

Versuch einfach mal nicht zu sehr in Absolutheitsgraden zu denken (Das klappt noch nicht mal bei Maschinen zu 100%), sondern in Bereichen. Und für den Zustand 'Nach dem Sport' gibt es drei Bereiche:
1. zu tief (TZ einschmeißen)
2. normal (basst scho..)
3. zu hoch (vorsichtig korrigieren)

monikawp:
Hallo Jörg

Vielen Dank für deine Antwort.
Es stimmt, aus dieser Perspektive habe ich es noch nicht gesehen, aber ich orientiere mich immer an diesen Messwerten und hilft mir ungemein, mit meinem DM umzugehen. Wie ich dann so sehe, liege ich für den Zusandt "nach dem Sport" wohl im optimalen Bereich. Das ist ja klasse. Besser kann es dann ja nicht sein, oder??
Und was ich noch gemerkt habe, dieser tolle Effekt des Sportes hält bis zum nächsten Tag noch an, was den BZ betrifft.
Hm, ich muss ja gestehen, gestern Abend waren mein Mann und ich noch Pizza essen und die hat geschmeckt............ Heute morgen zeigte mir mein Messgerät einen Wert von 103 mg/dl an, das ist klasse oder??

Monika

Joerg Moeller:
Hallo Monika,

(Nur kurz zur Erklärung: haltet mich bitte nicht für unhöflich, wenn ich nicht jedesmal eine Anrede reinschreibe. Aber ich schreib das ja nicht an eine Person (sonst würde ich schon 'Hallo' schreiben), sondern an viele die das hier lesen können)


--- Zitat von: monikawp am Januar 08, 2006, 08:31 ---Es stimmt, aus dieser Perspektive habe ich es noch nicht gesehen, aber ich orientiere mich immer an diesen Messwerten und hilft mir ungemein, mit meinem DM umzugehen.
--- Ende Zitat ---

Na klar, an irgendwas muß sich ja orientieren. Und ich hab das am Anfang auch sehr genau gesehen.

Aber das ist mit vielen Dingen so: wenn ich darauf fixiert bin, daß mein Bus um 17:15 fährt, dann krieg ich schon eine leichte Krise wenn der erst um 17:17 kommt. Also fährt mein Bus eben um Viertel nach fünf.

Oder ein DM-Beispiel: wenn man sich eine Liste mit glykämischem Index anschaut, dann findet man da auch reine Zahlenwerte. Dabei ist es völlig wurscht ob ein Lebensmittel jetzt einen GI von 83 oder 78 hat. Es ist viel stressfreier, wenn man das einfach in hohen, mittleren und niedrigen GI einteilt.

Und so ist es beim BZ eben auch.


--- Zitat ---Wie ich dann so sehe, liege ich für den Zusandt "nach dem Sport" wohl im optimalen Bereich. Das ist ja klasse. Besser kann es dann ja nicht sein, oder??
--- Ende Zitat ---

Nein. Man kann ja auch nicht katholischer als der Papst sein :zwinker:


--- Zitat ---Und was ich noch gemerkt habe, dieser tolle Effekt des Sportes hält bis zum nächsten Tag noch an, was den BZ betrifft.
--- Ende Zitat ---

Ja, das ist der 'Muskel-Auffüll-Effekt'. Beim Sport werden die Zuckerspeicher im Muskel verbraucht. Und diese Vorräte müssen wieder aufgefüllt werden. Das erleichtert die Muskelzelle sich, indem sie pro Insulinmolekül mehr Glucose reinlässt als im aufgefüllten Zustand. Also kann man sagen: das Insulin wirkt nach ausreichend körperlicher Belastung stärker. Das muß man z.B. berücksichtigen, wenn man abends einen Bolus für das Nachtmahl spitzt. (der muß unter Umständen kleiner sein als üblich, hängt ganz von der Intensität der Belastung ab, sonst kann schon mal eine Hypo auftreten.


--- Zitat ---Hm, ich muss ja gestehen, gestern Abend waren mein Mann und ich noch Pizza essen und die hat geschmeckt............ Heute morgen zeigte mir mein Messgerät einen Wert von 103 mg/dl an, das ist klasse oder??
--- Ende Zitat ---

Optimal. Besser würde das ein Kerngesunder auch nicht hinkriegen.

monikawp:
Noch mal hallo  Jörg


--- Zitat ---muß man z.B. berücksichtigen, wenn man abends einen Bolus für das Nachtmahl spitzt. (der muß unter Umständen kleiner sein als üblich, hängt ganz von der Intensität der Belastung ab, sonst kann schon mal eine Hypo auftreten.
--- Ende Zitat ---

Ja, ich muss zugeben, dass ich zur Zeit noch abends eine Metformin nehmen muss und zusätzlich helfe ich mir mit "Alsidiabet" (einem Zimtprärat, mit dem ich sehr gut zurecht komme): Aber mein Ziel ist es, dieses Metformin wieder ganz absetzen zu können. Vor ein oder zwei Monaten nahm ich noch morgens und abends eine Metformin ein, aber die Morgens-Tabl. konnte ich schon absetzen. Wie schon erwähnt, möchte ich nun auch noch die abendliche Metformin noch loswerden. Vor Jahren habe ich es auch schon mal geschafft, aber wie ich in meiner "Vorstellungsgeschichte" schon erzählt habe, habe ich mich dann mindestens 2 Jahre lang nicht mehr um meinen Diab. gekümmert, bis dann eines Tages die böse Überraschung kam. Aber nun bin wieder ganz konsequent und möchte auch versuchen, es beizubehalten. Zum Leitwesen meines Mannes  ;D. Denn ich habe auch meine Küche komplett umgestellt und nun isst er kaum noch etwas mit. Ich habe das Schweinefleisch, außer Schweinefilet und -steaks, komplett aus meiner Küche verbannt und bevorzuge halt die anderen Fleischarten, die mein Mann nicht so gerne isst. ;D.

Monika

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